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Nein! Doch! Ohh!

1947 - Six Heures à Perdre

Einer der Filme von ihm, die nie im deutschen Kino liefen, daher gibt es auch keinen deutschen Kinotitel dazu!


Französisches Filmplakat


Inhaltsangabe:

Ein internationaler Bahnhof irgendwo in Europa. Der Rotterdam Express ist gerade angekommen. Ein unbekannter Reisender steigt aus, und erfährt, dass sich die Weiterfahrt nach Mailand um sechs Stunden verzögert. Aber die Persönlichkeiten der Stadt halten ihn für eine bekannte Berühmtheit, deren Doppelgänger er ist. Der Bürgermeister begrüßt in Wirklichkeit Botschafter Léopold De Witt aus Ecuador. Halb amüsiert, halb fasziniert, willigt der Fremde, der sechs Stunden Zeit hat, ein, die Rolle zu spielen, und steigt neben "seiner" Frau, der Baronin, ins Auto, nicht ohne dass ein Mann auf ihn zukommt und einen bestimmten Brief verlangt.

In der Villa, in der De Witt und seine Frau am selben Abend ihre Silberhochzeit feiern, trifft der Unbekannte "seinen" Diener Joseph und seine Frau Annette vor, die scheinbar die Geliebte des Botschafters war, "seine" Tochter Rosy, ein paar zwielichtige Typen, Claude und Simone, die sich als Brüder und Schwestern ausgeben, und "seine" zwei raufboldigen Söhne, beide in Simone verliebt. Claude verführt zuerst Baronin De Witt, bevor er vorschlägt, Rosy zu heiraten, die er am nächsten Tag auf Flitterwochen nach Kanada mitnehmen will. Der Fremde entschließt sich zu fliehen, aber draußen besteht der Unbekannte immer noch darauf, ihm diesen berühmten Brief zu geben. De Witt ist gezwungen, an Ort und Stelle zu bleiben, und beschließt dann, das Haus in Ordnung zu bringen. Er versöhnt sich zuallererst mit "seiner" Frau, die ihm seine Gleichgültigkeit in der Vergangenheit vorwirft, und weist Claude und Simone zurück, die tatsächlich viele Male wegen diverser Vergehen verurteilt worden sind. 

Während des Geburtstagsessens, an dem mehrere Personen teilnehmen, wird der Fremde abends auf ein Telegramm aufmerksam: Der wahre Botschafter ist kurz vor seiner Ankunft. Er zieht sich vorerst unauffällig zurück um zu einem späteren Zeitpunkt am Abend zurückzukehren. In der Lagune übergibt Léopold De Witt den berühmten Brief an den Unbekannten, der bereits auf ihn gewartet hat und der gekommen ist, und seine Täuschung versteht. Denn der, den jeder für "Seine Exzellenz" gehalten hatte, bezahlte für diesen Fehler seines Lebens.


Quelle: Les Fiches de Monsieur Cinema

Infokarte:

Anmerkung des Autors:

Den Film Six Heures à Perdre gibt es leider bis heute nach wie vor nicht auf DVD. Meine mir vorliegende Fassung ist vermutlich eine französische TV Aufnahme, in sehr bescheidener Qualität. Louis ist in diesem Film nur zweimal ganz kurz zu sehen. Er hat die Rolle eines Chauffeurs. Am Anfang des Films, als er André Luguet (Léopold De Witt) samt Gattin vom Bahnhof abholt und ein weiteres mal, als sie an der Villa ankommen und er ihnen die Autotür aufhält. Insgesamt also nur für einige Sekunden.


Les Fiches de Monsieur Cinema:


Französische Cinema Karten mit Inhaltsangabe, ähnlich unserer deutschen Cinema Plakat Karten.


Referenz französische TV Aufnahme: Laufzeit: 89:55 Minuten


Louis de Funés als Chauffeur
Jacqueline Pierreux als Simone
Pierre Larquey als Joseph
André Luguet als Léopold De Witt
Dany Robin als Rosy
Denise Grey als Madame De Witt
Paulette Dubost als Annette




Drehbuch: Alex Joffé, Jean Lévitte
Regie: Alex Joffé, Jean Lévitte
Musik: Henri Dutilleux
Kamera: Pierre Montazel
Schnitt: Madeleine Gug, Denise Baby