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Nein! Doch! Ohh!

1953 - Les Compagnes de la Nuit

Deutscher Kinotitel: Gefährtinnen der Nacht: Kinostart Deutschland: 09.04.1954 Allianz Film Verleih. Kinostart DDR: 01.06.1956 Progress Film Vertrieb


Plakate der EA und WA aus Deutschland, sowie der DDR und Frankreich


Inhaltsangabe:

Drei mysteriöse Tote stellen Inspektor Marechal von der Pariser Kriminalpolizei vor ein Rätsel. In einem Kanal fand man die Leiche einer Prostituierten. Eine Arbeiterin aus den Renault-Werken, einstiges Straßenmädchen, wird beim Verlassen der Fabrik auf seltsame Art von einem Taxi überfahren. Ein Fernlastfahrer bricht, von einem vorbeirasenden Wagen hart gestreift, schwerverwundet zusammen. Wenig später erfährt der Inspektor, dass ein Garagenbesitzer ermordet wurde. Es gibt keine Zeugen. Aber Inspektor Marechal, der die Pariser Unterwelt ein Leben lang studiert hat, ahnt instinktiv, dass alle diese Fälle auf geheimnisvolle Weise zusammenhängen.  An eine Vernehmung des Fernlastfahrers Paul, den man im Krankenhaus gerade zur Operation fertig macht, ist nicht zu denken. Ein junges Mädchen ist bei ihm, tränenüberströmt. Als ein Polizeibeamter in Gegenwart der Weinenden dem Inspektor meldet, dass der Mörder des Graragenbesitzers verhaftet sei, wendet sie den Kopf und stammelt mit blutlosen Lippen: „Das ist unmöglich!“ Mit aller Behutsamkeit bringt Inspektor Marechal das hübsche Mädchen zum Sprechen.

Und Anja erzählt: von ihrer trostlosen Kindheit, der Arbeit, von der Erziehungsanstalt, wo sie ihr Baby zur Welt brachte, von ihrer Entlassung, dem Leben als Straßenmädchen, von ihrem kranken Söhnchen…
Ihre Freundin die leichtlebige Ginette, hatte ihr geschrieben, sie solle nach Paris kommen. Nicht einmal das Reisegeld besaß Anja. Da traf sie Paul, den Fernlastfahrer, dem sie ihr Leben, harmloser als es war, erzählte, und er nahm sie mit in die große Stadt. Durch Ginette machte sie die Bekanntschaft von „Monsieur Jo“, von Beruf Garagenbesitzer, der nicht sehr sanft mit ihr umging: „Los, gib` Dein Kind in Pension. Und dann mach` Dich hübsch. Montmartre bietet jede Nacht hundert Chancen!“ Anja sträubte sich nicht…Paul, der sie nicht vergessen konnte, war entsetzt, als er sie eines Abends als Straßenmädchen wieder traf. Eine Razzia beendete vorschnell ihre Aussprache, Aber er verlor das Mädchen, dass unter der Brutalität von „Monsieur Jo“ zu leiden hatte, nicht mehr aus den Augen: Anja musste heraus aus diesem Milieu, sofort! „Monsieur Jo“ war jedoch noch schneller: Geschickt brachte er ihr Kind in seine Gewalt. Auch Ginette, die einen kleinen Mischling zur Welt gebrachte hatte, revoltierte jetzt gegen „Monsieur Jo“. Er schlug sie genauso wie Yvonne, eine neue „Gefährtin“, die sich in den Garagenbesitzer verliebt hatte und zu seinem willenlosen Werkzeug wurde. Er traf Yvonne so hart, dass sie zu Boden stürzte und mit einem Schädelbruch tot liegenblieb…Blitzschnell erfasste Anja die Situation: Ihr Kind, ihre und Ginettes Freiheit oder sie würde Jo, den Mörder, der Polizei verraten! Diesmal blieb ihm keine Wahl…

Ein neues Leben begann für Anja und Paul! Ginette fand in den Renault-Werken Arbeit. Endlich schien das Glück zu lächeln…Aber als Yvonnes Leichnam im Kanal gefunden war, ahnte Anja, dass „Monsieur Jo“ wieder auftauchen würde. Die Zeugen der Mordtat mussten verschwinden…Ginette wurde vor der Fabrik sein erstes Opfer. - Und jetzt kam die Gefahr auf Anja zu… - Als „Monsieur Jo“ bei ihr überraschend eindrang und den Revolver zog, konnte sich Paul in letzter Sekunde noch dazwischen werfen. Nach einem wilden Kampf musste der Zuhälter fliehen. Aber solange es überhaupt einen „Monsieur Jo“ gibt, wird man niemals frei sein! Nie ungefährdet! Als Paul hinter dem rasenden Wagen schwer verletzt und blutüberströmt zusammenbrach, ahnte er mit schwindenden Sinnen, wessen Opfer er geworden…Inspektor Marechal hat genug gehört. Er weiß bereits, was Anja ihm noch zu beichten hat - was sie aus Liebe tat. Sie rächte Yvonne, Ginette, Paul und sicher noch viele andere Opfer, als sie „Monsieur Jo“ tötete. Die Krankenschwestern bringen Paul aus dem Operationssaal zurück. Er ist gerettet! Als er aus der Betäubung erwacht und Anja erblickt, breitet sich ein erstes Lächeln über sein Gesicht. Stumm wendet sich das Mädchen, in dessen Augen die Liebe leuchtet, dem Kriminalbeamten zu. „Sie werden bald zurück sein!“ sagt Inspektor Marechal leise und blickt sie verstehend und gütig an. Er weiß, dass Anja nur das Opfer tragischer Verstrickungen wurde und dass es Tausende wie sie gibt, denen man helfen müsste.

Quelle: Das Neue Film Programm


Infokarte:

Anmerkungen des Autors:

Louis de Funès ist in diesem Film für ca. 1 bis 2 Minuten zu sehen. Er ist ein Kunde in einer Bar, der Karten spielt.


Das Neue Film Programm:


Original Kinoaushangfoto von Allianz Film:


Referenz DVD von René Chateau: Laufzeit 96:41 min.

Stab und Besetzung:

Ein Spieler…..Louis de Funés
Anja…..Francoise Arnoul
Monsieur Jo…..Raymond Pellegrin
Le Souriant…..Noel Roquevert
Yvonne…..Nicole Maurey
Ginette…..Marthe Mercadier
Anita…..Jane Marken
Inspektor Marechal…..Andre Valmy

Regie: Ralph Habib
Drehbuch: Jacques Companeez, Paul Andreota
Kamera: Roger Hubert
Musik: Raymond Legrand
Bauten: Lucien Aguettand Blanc
Ton: Pierre Calvet
Schnitt: Madeleine Bagiau
Produktionsleitung: Robert Woog