Louis de Funès Fanseite

Nein! Doch! Ohh!

1952 - Le Tournée des Grands Ducs

Deutscher Kinotitel: Unter den Lichtern von Paris: Kinostart Deutschland: 08.07.1955 Verleih: Gallus/Schilling/Rival.


Französisches und Deutsches Filmplakat


Inhaltsangabe:

Im Speisesaal ihres Schlosses finden wir die Baronin de Rochebisault in einem ernsten Gespräch mit dem Dorfpfarrer und dem Notar. Der Kirchturm muss schnellstens erneuert werden, aber es ist kein Geld in der Kirchenkasse. Andere Probleme beschäftigen zur gleichen Zeit Gaston, den Sohn des Notars, und Brigitte, die Tochter der Baronin. Brigitte vergnügt sich damit, Gaston mit einem angeblichen Rivalen zu necken, der in Paris als Kabarett-Sänger auftritt und ein Mann mit allen moralischen und physischen Qualitäten sei. – Und Gaston wird eifersüchtig; er will sofort nach Paris fahren, um seinen Rivalen kaltzustellen. Zur Schaffung der finanziellen Voraussetzungen für diese Reise findet er eine überzeugende Anregung. Er schlägt der Baronin vor, in ihrem Schloss ein Wohltätigkeitsfest zu veranstalten, das durch die Mitwirkung weltbekannter Varieté-Nummern einen besonderen Reiz gewinnen soll. Der zu erwartende reichliche Überschuss soll der Wiederinstandsetzung des Kirchturms zugute kommen. Gaston`s Idee findet stürmischen Beifall. Die Baronin beauftragt ihn, sofort in Paris das Programm zusammenzustellen und gibt ihm einen Betrag von 300.000 Francs mit auf die Reise, außerdem eine Empfehlung an ein ihr bekanntes Hotel. Gleich nach seiner Ankunft schreibt sich Gaston für eine Rundfahrt „Paris bei Nacht“ ein. Hierbei wird auch das Kabarett besucht, in dem sein Rivale Triumphe feiert.

Dort angekommen, lässt Gaston den Sänger rufen. Er überschüttet ihn mit Vorwürfen, die dieser natürlich nicht versteht. Die Einwendungen des Sängers verdoppeln Gaston`s Erregung. Es entsteht eine handfeste Keilerei. Schließlich trennt man die beiden und setzt Gaston an die frische Luft. Dieses Abenteuer kommt ihm teuer zu stehen; denn bei dem Handgemenge geht seine Brieftasche und damit auch die Summe zum Engagement der Künstler verloren. Verzweifelt irrt Gaston durch die Straßen. Schließlich vertraut er sein Pech dem Kellner Louis an, einem echten Pariser Jungen, der jeder Situation gewachsen ist. Was die Artisten angeht, soll sich Gaston nur keine Sorgen machen. Louis hat seine Beziehungen und kann ihm beschaffen, was er will, sogar umsonst. Bezüglich der Hotelrechnung dürfe er sich auch nicht den Kopf zerbrechen: Er will ihm für die nächsten Tage einige kleine Verdienstchancen vermitteln. Und so scheint alles wieder klar zu sein. Gaston braucht also nur noch ein Telegramm nach Hause zu schicken, um mitzuteilen, dass alles wunschgemäß verläuft.
Voll Vaterstolz läuft der Notar sofort zur Baronin, glücklich, ihr seinen Sprössling als gewandten Burschen schildern zu können. Diese Freude wird aber jäh ins Gegenteil verwandelt; denn während der Lobreden des Vaters erfährt die Baronin telefonisch von dem Hotelier in Paris, dass ihr Schützling nach einer durchschwärmten Nacht spurlos verschwunden sei, ohne seine Rechnung bezahlt zu haben. Große Aufregung im Schloss! Man muss nach Paris fahren; Der Notar, um seinen Sohn zu suchen, die Baronin ihrer 300.000 Francs und Brigitte ihres Liebsten wegen. Planmäßig sollen die Nachtlokale durchsucht werden, in der Hoffnung, Gaston dort zu finden. Aber die Größe der Aufgabe überwältigt: Pigalle, Montmartre, Montparnasse, Opéra, Champs-Elyssées und Saint.Germain-des-Prés. Der Schlachtruf soll deshalb lauten: Getrennt marschieren, vereint schlagen! Das Ergebnis dieser nächtlichen ist ebenso abwechslungsreich wie erfolglos. Weltbekannte Kabaretts, Attraktionen, Akrobaten, French Cancan und andere Schaumnummern verhelfen der Baronin und dem Notar zu einer schlaflosen Nacht.

Und kein Lebenszeichen von Gaston, obwohl er fast immer in ihrer Nähe weilt: Als Portier in einem Nachtlokal, wo er der Baronin beinahe die Hand gedrückt hätte; als Piccolo muss ausgerechnet er seinem Vater die Taxitür öffnen; als Aushilfe in einer Bar hat er für den Notar ein Getränk zuzubereiten. Und noch gegen Morgen, als die Baronin und der Notar sich völlig erschöpft in einem letzten Kabarett treffen, bringt ihnen Gaston, als Neger maskiert, den bestellten Kaffee. Die Baronin, Brigitte und der Notar müssen leider erfolglos zurückreisen. Groß aber ist das Erstaunen, als wenig später Gaston mit den Künstlern, natürlich in Begleitung des Retters aus der Not, dem Kellner Louis, in Rochebisault eintrifft. Dadurch nimmt alles eine Wendung zum Guten. Dank der sensationellen und kostenlosen Attraktionen, wird das Wohltätigkeitsfest ein großer Erfolg. Und Gaston kann seine Brigitte in einer Kirche heiraten, die endlich einen neuen Turm erhalten hat.

Quelle: Illustrierte Filmbühne Nummer: 2857


Infokarte:

Anmerkungen des Autors:

Louis de Funès spielt hier einen Hoteldirektor. Insgesamt ist er aber nur für ca. 3 bis 4 Minuten zu sehen.


Das Neue Film Programm:


Illustrierte Film-Bühne Nummer: 2857


Referenz DVD von René Chateau: Laufzeit 79:39 min.

Stab und Besetzung:

Christian Duvaleix als Gaston
Raymond Bussières als Louis
Denise Grey als Baronin
Sophie Sel als Brigitte
Romeo Carles als Notar
Louis de Funés als Hoteldirektor
Jean Carmet als Dorfpriester



Regie: Norbert Carbonnaux
Musik: Louiguy
Kamera: Pierre Petit
Produzent: Pierre Chichério