Louis de Funès Fanseite

Nein! Doch! Ohh!

1946 - Dernier Refuge

 

Deutscher Kinotitel: Letzte Zuflucht: Kinostart Deutschland: 05.08.1949 Verleih: Internationale Filmallianz - Datum ohne Gewähr.

 

Filmplakate aus Österreich und Frankreich


Inhaltsangabe:

Philipp Duprez und seine Geliebte Sylvie Baron leben in den großen Hotels und Casinos der französischen Riviera ein luxuriöses Leben. Die schöne Sylvie animiert die mit ihr flirtenden Herren zu einem gemeinsamen Besuch einer Spielhölle, deren Besitzer Alvarez ist, gleichzeitig der Chef einer internationalen Verbrecherbande, in der Philipp keine unbedeutende Rolle spielt.
Eines Abends lüftet einer der mitgebrachten Herren sein Inkognito: er ist Inspektor der Polizei. Philipp und Sylvie gelingt es im letzten Moment zu fliehen, jedoch unter Zurücklassung ihres gesamten ergaunerten Vermögens. Glücklicherweise macht Sylvie im Zug, der sie nach Paris bringen soll, die Bekanntschaft eines reichen Kaufmannes, der in seiner Unvorsichtigkeit Sylvie erzählt, er habe in seinem Reisegepäck eine große Geldsumme. Philipp und Sylvie beschließen einen kleinen Überfall. Dieser verläuft jedoch anders, als geplant. Gerade als Philipp das Geld an sich nehmen will, wird er überrascht. Er schlägt mit einem Schlagring seinen Gegner nieder – und tötet ihn dabei.

Bei ihrer Ankunft in Paris haben Sylvie und Philipp nur mehr den einen Gedanken, einen sicheren Unterschlupf zu finden. Durch die Polizei bedrängt, beschließen sie, in einer Provinzstadt, in der Sylvies Eltern ein kleines Sägewerk besitzen, Zuflucht zu suchen. Das scheint für sie der sicherste Ort, an dem sie sich vor der Polizei verbergen können. Sylvie, die schon sechs Jahre ihre Eltern nicht besucht hat, stellt nun Philipp als ihren Bräutigam vor. Ihr Vater und ihre jüngere Schwester Antoinette können Sylvie ihren hochstaplerischen Lebenswandel, von dem sie die letzten schwerwiegenden Affären noch nicht kennen, nicht verzeihen. So ist auch hier der erste Kontakt zwischen Antoinette und Philipp sehr kühl, und Philipp, dem man allgemein in der Familie misstraut, fühlt sich in der kleinen ländlichen Umgebung äußerst unbehaglich – ist er doch das pulsierende Leben der  Großstadt gewöhnt. Aber langsam findet er an der jungen und hübschen Antoinette Gefallen. Über ihren kindlichen Charme vergisst er alles Böse und Schlechte seiner dunklen Vergangenheit. Doch die Spannung , die allmählich zwischen den Schwestern Antoinette und Sylvie entsteht, kommt eines Tages zum Durchbruch. Antoinette gesteht ihrer älteren Schwester ihre Liebe zu Philipp. Sylvie macht daraufhin Philipp schwerwiegende Vorwürfe und bittet ihn, bei ihr zu bleiben. Er aber will mit Antoinette ein neues Leben beginnen. Da verliert Sylvie einen Augenblick lang die Nerven.

Sie telefoniert mit Alvarez, der sie schon lange zu seiner Geliebten haben wollte, und hofft damit, Philipp zur Rückkehr zu ihr zu zwingen. Aber Alvarez, der die Brutalität und Skrupellosigkeit eines internationalen Verbrechers besitzt, stellt nun, da er den Aufenthaltsort der beiden kennt, seine Bedingungen: entweder Sylvie kommt mit ihm – oder er liefert Philipp der Polizei aus. Sylvie will Philipp retten, will aber andererseits ihrer Schwester ein Glück mit Philipp nicht gönnen. Vor ihrer Abreise mit Alvarez enthüllt sie daher Antoinette den wahren Charakter Philipps. Antoinette und Philipp haben daraufhin eine Auseinandersetzung. Sie versucht ihn zu überreden, sich selbst der Polizei zu stellen. Aber während dieses Gespräches hört er schon den Lärm der ankommenden Autos der Polizei, die von Alvarez, der sein Wort gebrochen hat, um Sylvie für immer zu besitzen, verständigt wurde. Philipp gelingt es, an einen Wagen der Polizei unbemerkt heranzukommen, und nach einer aufregenden Hetzjagd verschanzt er sich in einem Bahnhofmagazin, von wo er den Kampf mit der Polizei aufnimmt. Als auf einem benachbarten Gleis ein Zug vorüberfährt, versucht Philipp mit diesem zu entkommen. Im letzten Augenblick aber erreicht ihn die tödliche Kugel und er stürzt von dem in vollem Tempo fahrenden Zug….
Das Leben aber geht weiter. Langsam vergisst auch Antoinette den Mann, der ihr einmal ihr Leben bedeutete und dessen letzte Zuflucht s i e w a r!


Quelle: Illustrierter Filmkurier Nummer 764 Januar 1950

Infokarte:

Anmerkung des Autors:

Leider war es bis heute nicht möglich den Film zu sichten, da es weltweit keine Fassung davon gibt. Nach mir vorliegenden Informationen, hat Louis hier eine winzige Rolle als Speisewagenangestellter der an einem Liebespaar verzweifelt, welches sich lieber in den Armen hält, anstatt den Platz für die nächsten Gäste freizumachen.


Illustrierter Filmkurier Nummer 764 Januar 1950


Starkarte von Gisele Pascal und Filmausschnitt von Dernier Refuge:


Einladungskarte zur Uraufführung des Films "Letzte Zuflucht"


Stab und Besetzung:


Louis de Funes als Speisewagenangestellter
Philipp Duprez als Raymond Rouleau
Sylvie Baron als Mila Parely
Antoinette Baron als Giselle Pascal
Alvarez als Jean Max
Vater Baron als Tramel
Mutter Baron als Marcelle Monthyl
Ein Polizeiinspektor als Roquevert
Ein Großkaufmann als Carpentier


Regie: Marc Maurette
Kamera: Walter Limot
Musik: Jean-Jaques Grunewald
Drehbuch: Maurice Griffe, Marc Maurette