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Nein! Doch! Ohh!

 1947 - Antoine et Antoinette

Deutscher Kinotitel: Antoine und Antoinette - Zwei in Paris: Kinostart Deutschland: 10.07.1948 Pallas Filmverleih. Der Film lief ebenfalls in der damaligen DDR von Progress Film. Es gab in Westdeutschland mindestens noch eine Wiederaufführung vom Schmalfilmvertrieb Bruno Schmidt.



Filmplakate aus Deutschland sowie der damaligen DDR und Frankreich


Inhaltsangabe:

Der Pariser Arbeitstag ist dahin. Antoinette hat ihr Schnellfotogerät im Einheitspreisgeschäft verlassen und gleitet zierlich und beschwingt, eine von vielen charmanten Pariserinnen, über die Champs Elysees. Da muss noch erst ein zudringlicher Verehrer zurückgewiesen werden. Erst an der Metroschranke ist er abgehängt. Nun fängt das Privatleben an: Einkäufe bei Monsieur Roland, dem Gemüsehändler, dessen Augen wieder einmal wie gebannt an Antoinettes graziöser Gestalt hängen. Sogar kleine nahrhafte Geschenke hat er für sie aufbewahrt. Antoine taucht eben auf der Straße auf. Auf seinem Fahrrad ist er von der Druckerei, wo er arbeitet, nach Hause gerast, denn jede Minute, die er früher bei seiner angebeteten kleinen Frau eintrifft, ist kostbar. Ja, wenn er ein Motorrad hätte! Und sehnsüchtig mustert er eines der Prachtexemplare, das da am Straßenrand in der Sonne funkelt. Aber da kommt ja auch Antoinette! Und alle anderen Gedanken sind vergessen.Pardauz! Der Lieferwagen des Gemüsehändlers ist rückwärts angefahren, er hat aus Antoines Vorderrad einen formlosen Klumpen Blech gemacht. Monsieur Roland will erst streiten. Wie, das Rad gehört dem Gatten von Madame? Natürlich wird der Schaden ersetzt.

Wie gemütlich ist der Abend im eigenen Heim. Es gibt hier und da kleine Zwiste – aber sie sind nur der Vorwand für ebenso viele verliebte Versöhnungsfeiern. An den Sorgen und Freuden der Nachbarn nimmt man Anteil, denn in dieser Mietskaserne erlebt man alles gemeinsam: Es ist lustig, manchmal schon beinahe zu lustig. Na, eines Tages wird man sich hoffentlich eine bessere Wohnung leisten können. Und ein Motorrad natürlich! In dieses von kleiner Sorge und großer Liebe erfüllte Leben schlägt ein Ereignis ein wie der Blitz. Antoine hat bei seiner Frau wieder einmal Anzeichen von Verschwendungssucht entdeckt, unter anderem sogar ein Lotterielos. Verächtlich, aber trotzdem interessiert macht er sich auf die Suche nach einer Gewinnliste. In dem kleinen Lokal gegenüber wird peinvoll lange gesucht. Dann trifft ihn fast der Schlag: das Los hat gewonnen! 800 000 Francs! Er stürzt, er fliegt die Treppen empor zu seiner Antoinette. Auch sie schnappt vor Freude fast über. Pläne werden gemacht: Eine neue Wohnung! Neue Möbel! Ein Motorrad!...Und dieser Abend wird der schönste von allen. 

Doch mit des Geschickes Mächten…Das Kassieren des Gewinnbetrages am nächsten Morgen ist nicht einfach, denn Antoine verliert seine Brieftasche. Darin liegt, wie er denkt, das Los. Es liegt zwar ganz woanders. Aber der junge Ehemann ist erschüttert, als er vor den Schranken der Lotteriegesellschaft seinen Gewinn nicht beweisen kann. Verzweifelt geht er den Weg zurück, sucht und sucht. Schließlich geht er in das Lokal, wo er von seinem Glück zuerst vernahm. Da feiert gerade die Tochter des Hauses Hochzeit. Der Ehemann ist kein anderer als der ehrliche Finder der Brieftasche. Man entdeckt, dass deren Besitzer an der Bar einen Aperitiv trinkt. Antoine ist hoch erfreut, sucht in der wiedergefundenen Brieftasche das Los; es ist da, aber – es hat eine andere Nummer! Antoine ist völlig verzweifelt. Antoinette nicht minder. Denn dazu kommt noch eine schlimme Szene mit dem Gemüsehändler Roland, der immer zudringlicher wird und schließlich, unter lebhafter Anteilnahme des ganzen Hauses von Antoines Hieben zugedeckt, mit Donnergepolter die steile Treppe herunterkullert. Und das Los findet sich! Antoinettes Freundin Juliette spielt dabei eine Rolle und das Buch „Treff As“. Auf einer herrlichen Fahrt in den Frühling in einem nagelneuen Motorrad mit Beiwagen endet die lustige Geschichte von Antoine und Antoinette.

 

Quelle: Werberatschlag Filmallianz

Infokarte:

Anmerkung des Autors:

Bei den Dreharbeiten zu Antoine und Antoinette trifft Louis auch Gerard Oury, der in diesem Film eine größere Rolle spielt. Wer hätte damals gedacht, das die beiden zusammen, Louis als Schauspieler und Oury als Regisseur, für solche Kassenschlager wie Die Abenteuer des Rabbi Jacob oder Die große Sause verantwortlich sein würden. Louis hat in diesem Film zwei Kurzauftritte und ist nur für einige Sekunden zu sehen. Am Anfang des Films hilft er beim entladen eines LKWs und gegen Ende des Films sieht man ihn als Hochzeitsgast.

Les Fiches de Monsieur Cinema:

Antoine und Antoinette Cinema - A
Antoine und Antoinette Cinema - A
Antoine und Antoinette Cinema - B
Antoine und Antoinette Cinema - B


Französische Cinema Karten mit Inhaltsangabe, ähnlich unserer deutschen Cinema Plakat Karten.


Das Filmprogramm Nummer 58


Illustrierte Filmbühne Nummer 415


Progress Film Programm 31/60


Werberatschlag von der Internationalen Filmallianz GmbH


Wiederaufführung Aushangfotos vom Schmalfilmvertrieb Bruno Schmidt


Referenz DVD von Universum Film Laufzeit: 83:00 min.


Stab und Besetzung:

Louis de Funes als Angestellter des Lebensmittelhändlers / Als Gast bei der Hochzeit
Antoine als Roger Pigaut
Antoinette als Claire Maffei
Roland als Noel Roquevert
Juliette als Annette Poivre
Jacques Meyran als M. Barbelot
Gerard Dury als Kunde
Emilie Drain als Der Vater des Bräutigams
Gaston Modot als Lotterie-Beamter
Pierre Trabant als Riton
Francois Joux als Marie
Made Siame als Tabakhändlerin


Regie: Jacques Becker
Ton: Jacques Lebreton
Musik: Jean-Jacques Grunenwald
Schnitt: Marguerite Renoir
Kamera: Pierre Montazel
Drehbuch: Jacques Becker, Maurice Griffe, Francoise Giroud